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Fischbestände
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Hering: Norwegischer Frühjahrslaicher

gültig 10/2017 - 09/2018

Ökoregion:
Barentsmeer (Nordost-Arktis), Norwegische See, Färöer-Plateau
Fanggebiet:
Nordost-Arktis und Norwegische See (1, 2.ab) FAO 27
Art:
Clupea harengus

1 Bestandszustand Umriss der Fischart

Wiss. Begutachtung

Internationaler Rat für Meeresforschung (ICES), Kopenhagen, www.ices.dk

Methode, Frequenz

Jährliche analytische Bestandsberechnung mit Vorhersage unter Verwendung von Anlandedaten und mehreren unabhängigen wissenschaftlichen Forschungsreisen, die mehrere Lebensstadien abdecken. Rückwürfe gehen nicht in die Bestandsberechnungen ein. Drei von vier Referenzwerten nach dem Vorsorgeansatz sind festgelegt (Bpa, Blim, Fpa). Die Referenzwerte nach dem Konzept zur Erlangung des höchstmöglichen nachhaltigen Dauerertrages (MSY-Btrig, Fmsy) sind ebenfalls definiert. Basis für die Fangempfehlung ist der internationale Managementplan. [1023] [1024]

Wesentliche Punkte

2017: Aufgrund eines Fehlers in der Umrechnung historischer Akustikdaten aus den Forschungsreisen musste die Bestandsberechnung des Jahres 2016 und aus dem September 2017 kurz nach der Veröffentlichung korrigiert werden. Die neue Berechnung ergab für die letzten Jahre eine geringere Laicherbiomasse und einen höheren Fischereidruck. Daher mussten auch die Fangempfehlungen für 2017 und 2018 nach unten korrigiert werden. Der Fischereidruck ist in den letzten Jahren gestiegen, liegt aber nach allen Referenzwerten noch gut im grünen Bereich. Die Laicherbiomasse sinkt seit 2010 kontinuierlich und liegt nun, wie vorhergesagt, deutlich unter dem Grenzwert des Managementplanes. Die Nachwuchsproduktion bleibt schwach. [1023] [1024]

Bestands­zustand Übersicht Bestandszustandssymbole

Laicherbiomasse
(Reproduktionskapazität)
Fischereiliche Sterblichkeit
o (small)

erhöhtes Risiko (nach Vorsorgeansatz)

+ (small)

nachhaltig bewirtschaftet (nach Vorsorgeansatz)

– (small)

unter dem Grenzwert (nach Managementplan)

+ (small)

unter dem Grenzwert (nach Managementplan)

– (large)

außerhalb der Schwankungsbreite um den Zielwert (nach höchstem Dauerertrag)

+ (large)

angemessen (nach höchstem Dauerertrag)

Grafiken zum Bestandszustand

Bestands­entwicklung

Der Norwegische Frühjahrslaicher gehört gemeinsam mit dem Isländischen Sommerlaicher zum atlanto-skandischen Heringskomplex. Er ist einer der Bestände, für die es besonders lange Messdaten-Zeitreihen gibt. Bestandsberechnungen gehen zurück bis 1907, werden aber nach der Änderung der Berechnungsbasis 2010 nur noch ab 1988 angegeben. Die Gesamtfänge stiegen bis Mitte der 1960er Jahre nach Einführung der Ringwadenfischerei auf bis zu 2 Mio. t jährlich, während die Laicherbiomasse schnell abnahm. Ende der 1960er Jahre kollabierte der Bestand und es dauerte 20 Jahre, bis er sich in den späten 1980er Jahren erholte. Dies wurde hauptsächlich durch eine niedrig gehaltene fischereiliche Sterblichkeit erreicht. Der Bestand zeigt im Vergleich zu anderen Heringsbeständen eine hohe Variabilität in der Nachwuchsproduktion. Starke Jahrgänge in den frühen 1990ern verhalfen zu einem weiteren Anstieg der Laicherbiomasse, 2008 wurde mit 6,9 Mio. t der Höchstwert der letzten 20 Jahre erreicht. Der letzte starke Jahrgang trat jedoch 2004 auf, und die Laicherbiomasse nimmt seit 2010 schnell ab. Sie liegt nun deutlich unter dem Grenzwert des Managementplanes und dem Referenzwert nach höchstmöglichem nachhaltigen Dauerertrags (MSY-Btrig). Die fischereiliche Sterblichkeit liegt seit 2014 nach allen Referenzwerten im grünen Bereich. [20] [22] [40] [1023] [1024]

Ausblick

Die Bestandsgröße schwankt mit dem unregelmäßigen Auftreten starker Jahrgänge. Da es nach 2004 keinen starken Jahrgang mehr gab, nimmt der Bestand seit 2010 ab und liegt nun unter dem Grenzwert des Managementplanes. Die Fangmengen müssen daher gesenkt werden, aber selbst dann wird die Laicherbiomasse wahrscheinlich noch etwas weiter abnehmen. Die weitere Entwicklung hängt von den kommenden Jahrgangsstärken und von der Einhaltung des Managementplans ab. [1023] [1024]

Umwelt­einflüsse auf den Bestand

Der Bestand unternimmt weite Wanderungen im Nordost-Atlantik. Die Wandermuster haben sich seit den 1950er Jahren mehrfach geändert. Es ist nicht klar, was diese Veränderungen hervorruft, aber Biomasse und Produktion von Nahrungsorganismen (Zooplankton) spielen wahrscheinlich eine Rolle. Außerdem sind die Nahrungskonkurrenz mit anderen Fischarten (z.B. Makrelen) sowie ozeanographische Bedingungen bedeutende Faktoren. Neben den Umweltbedingungen beeinflusst wohl auch die Alterszusammensetzung des Bestandes das Wanderverhalten. Veränderungen werden festgestellt, wenn große Nachwuchsjahrgänge in den Bestand einwachsen. Die Veränderungen der Überwinterungs- und Nahrungsgebiete haben einen Einfluss auf die Verteilung der Fischerei. [22] [23] [36] [1023] [1024]

2 Fischereimanagement

Wer und Wie

Das Management erfolgt nach einem durch alle Küstenstaaten (EU, Färöer-Inseln, Island, Norwegen, Russland) 1999 eingeführten Langzeit-Management-Plan. Der ICES betrachtet diesen Plan als in Übereinstimmung mit dem Vorsorgeansatz. Die Küstenstaaten legen die jährliche Höchstfangmenge (TAC) im Rahmen eines „agreed record“ fest. Seit 2013 konnte jedoch keine Einigung der Küstenstaaten auf einen gemeinsamen TAC erfolgen. Die Färöer fordern einen größeren Anteil der Höchstfangmengen, weil der Anteil des Bestandes, der in färöischen Gewässern vorkommt, seit einigen Jahren steigt. Da ihrer Forderung nicht nachgegeben wurde, legen die Färöer-Inseln eine autonome Quote fest. Auch für 2017 erfolgte keine Einigung. Der Bestand wird außerdem über nationale Vorschriften bewirtschaftet (z.B. Maschenweiten und Gebietsschließungen). [1023] [1024]

Differenz zwischen Wissen­schaft und Management

In den Jahren, in denen sich die Küstenstaaten nicht auf eine gemeinsame Höchstfangmenge (TAC) einigen konnten, haben sie autonome Quoten festgelegt. Deren Summe überschritt teilweise die wissenschaftlichen Empfehlungen. 2007 bis 2012 deckten sich Empfehlung und TAC. Für 2013 haben die EU, Island, Norwegen und Russland eine Quote entsprechend der wissenschaftlichen Empfehlung festgelegt. Der im Rahmen dieser Quote vertraglich festgelegte Anteil für die Färöer-Inseln entspricht nicht deren höheren Forderungen. Die Färöer-Inseln haben daher eine autonome Quote festgelegt, außerdem hat Grönland 2013 erhöhte Fänge getätigt. Die Summe der Quoten überschritt dadurch die wissenschaftlichen Empfehlungen um 12%. 2014 betrug die Überschreitung nur 4%, 2015 16%, 2016 19% und 2017 25% (bezogen auf die Fangempfehlung vom Sep. 2016, im Okt. 2017 wurde die Fangempfehlungen für 2017 nach unten korrigiert). Die auf dem Managementplan basierende Empfehlung der „North East Atlantic Fisheries Commission“ (NEAFC) für 2017 wurde damit ebenfalls um 25% überschritten. Die Summe der Anlandungen lag 2016 außerdem über der Summe der Quoten. [796] [1023] [1024]

Karten

Verbreitungsgebiet
Karten des Verbreitungs- und der Managementgebiete
Managementgebiet
Karten des Verbreitungs- und der Managementgebiete

Der Norwegische Frühjahrslaicher wird als weit verbreiteter Bestand definiert. Er wird formal keinem bestimmten Gebiet zugeordnet, und die Empfehlungen des ICES gelten für alle Gebiete, in denen er vorkommt. Derzeit tritt der größte Teil des Bestandes in den ICES-Gebieten 2.ab, 5.ab und 14.a auf. Aufwuchsgebiete finden sich in Gebiet 1.a. In manchen Jahren mischt sich der Bestand in angrenzenden Gebieten mit anderen Heringbeständen. Die Bewirtschaftung erfolgt gemeinsam durch die Küstenstaaten, seit 2013 werden jedoch autonome Quoten festgelegt. [1023] [1024]

Anlandungen und TACs (in 1.000 t)

Gesamtfang 2016: Anlandungen: 383,2; davon pelagische Schleppnetze 51%, Ringwaden 49%
TACs (ab 2013 Summe der Quoten) 2008: 1.518   2009: 1.642   2010: 1.483   2011: 988   
2012: 833   2013: 692   2014: 436   2015 328    2016: 377    
2017: 805   [1023] [1024]

IUU-Fischerei

Es gibt keine Hinweise auf relevante Mengen illegaler oder unberichteter Fänge aus diesem Bestand. [1023] [1024]

3 Fischerei und ökologische Effekte

Struktur und Fangmethode

Die Fischerei ist ganzjährig, rein pelagisch und folgt den Wanderungen des Bestandes von den Überwinterungs- und Laichgebieten entlang der norwegischen Küste zu den Sommerfraßgründen. In den letzten Jahren verlagerten sich diese und damit auch die Fischerei immer weiter nach Südwesten in Richtung Island, Färöer Inseln und Grönländische Gewässer. Gefischt wird mit Ringwaden und pelagischen Schleppnetzen, sowohl für die menschliche Ernährung als auch für die Fischmehl- und -ölproduktion. [37] [39] [1023] [1024]

Beifänge und Rückwürfe

Vor allem in der Ringwaden-Fischerei kommt das Verwerfen des gesamten Fanges noch vor dem an Bord holen vor (slipping), wenn der Fang z.B. zu groß ist oder nicht die gewünschte Qualität aufweist. Die Menge an Beifängen und Rückwürfen (inkl. slipping) wird als aber gering angesehen. Datensammelprogramme ergaben in der Schleppnetzfischerei der Niederlande für 2008 und 2009 Rückwürfe von etwa 2% (bezogen auf das Gesamtgewicht). Bei Beprobungen der deutschen Schleppnetz-Fischerei waren es 2010 und 2012 jeweils 0%. Überlebensraten von Rückwürfen sind in der Ringwadenfischerei höher als in der Schleppnetzfischerei, in der letzteren ist von sehr hohen Sterblichkeiten auszugehen. In manchen Jahren überlappen sich im Sommer die Verbreitungsgebiete von Hering und Makrele. Dadurch wird in einigen Gebieten vermehrt Makrele gemischt mit Hering gefangen, seit 2014 gibt es aber wohl weniger Überlappung. Die pelagische Flotte unterliegt einer strengen Überwachung zu Wasser und aus der Luft durch die norwegische Küstenwache. In norwegischen und internationalen Gewässern ist der Rückwurf von Hering nicht erlaubt, seit dem 01. Januar 2015 auch nicht mehr in EU-Gewässern. In der Ringwadenfischerei ist wegen hoher Überlebensraten das Freilassen bis zu einem bestimmten Einholpunkt erlaubt – die Überlebensrate ist jedoch im Einzelfall sehr schwer feststellbar. [301] [557] [558] [1023] [1024]

Einflüsse der Fischerei auf die Umwelt

Pelagische Schleppnetzfischerei und Ringwadenfischerei haben geringe Beifänge von Nichtzielarten und beeinflussen den Meeresboden nicht, weil sie ihn nicht berühren. Einflüsse der Fischerei auf das Ökosystem sind, abgesehen von Beifängen, die auch Junglachse und Meeressäuger umfassen können, vor allem der potentielle Eingriff in das Nahrungsnetz, in dem kleine Schwarmfische eine besonders wichtige Position einnehmen. [1023] [1024]

4 Zusätzliche Informationen

Biologische Besonder­heiten

Der Norwegische Frühjahrslaicher ist der größte Heringsbestand weltweit. Er ist weit verbreitet und wandert in seinem Leben über große Bereiche des nördlichen Nordost-Atlantiks. Laichgründe sind vor allem an der norwegischen Westküste zu finden, wo die Eier von Februar bis März auf Fels, Kies oder Sand abgelegt werden.
Der Norwegische Frühjahrslaicher ist ein Bestand, der sich durch eine hohe Anzahl von Wirbelkörpern, eine große maximale Länge (40 cm), besondere Merkmale seiner Schuppen und Gehörsteinchen sowie eine große Variabilität in der Jahrgangsstärke auszeichnet. [22] [37] [38] [1023] [1024]

Zusätzliche Informationen

Die Verbreitung des Bestandes und die Veränderungen im Wandermuster sorgten immer wieder für Konflikte zwischen den beteiligten fischenden Nationen. Im Rahmen des Konfliktes mit den Färöer-Inseln hat die EU ein 2013 Importverbot für Hering von den Färöer erlassen. Dieses wurde im August 2014 aufgehoben, da die Färöer nach Festlegung ihrer nationalen Quote ab 2014 nicht mehr als „Land, das nicht-nachhaltigen Fischfang zulässt“ ausgewiesen wurden.
Der Bestand ist eine wichtige Komponente des Ökosystems im Barentsmeer, der Norwegischen See und an der norwegischen Küste. Er ist ein Nahrungsbestandteil für größere Fische, Seevögel und Meeressäuger. [37] [39] [678] [783] [1023] [1024]

Zertifizierte Fischereien

Vier Fischereien auf Norwegischen Frühjahrslaicher sind nach den Standards des Marine Stewardship Councils zertifiziert (mehr als die Hälfte der Fänge). Die Suspendierung der Fischerei der Färöer-Inseln wurde im März 2015 aufgehoben. [4] Siehe
http://fisheries.msc.org/en/fisheries/spsg-dppo-pfa-spfpo-kfo-atlanto-scandian-purse-seine-and-pelagic-trawl-herring/@@view
http://fisheries.msc.org/en/fisheries/faroese-pelagic-organisation-atlanto-scandian-herring/@@view
http://fisheries.msc.org/en/fisheries/norway-spring-spawning-herring/@@view
http://fisheries.msc.org/en/fisheries/isf-norwegian-icelandic-herring-trawl-and-seine/@@view

Soziale Aspekte

Die Fischerei auf den Norwegischen Frühjahrslaicher wird mit großen und größten Fahrzeugen durchgeführt. Die Fahrzeuge fahren unter den Flaggen der jeweiligen Länder, die Arbeitsbedingungen an Bord und die Entlohnung erfolgt daher nach deren Regeln. Besonders für Norwegen, welches die größte Quote hält, ist die Heringsfischerei ein wichtiger Arbeitgeber. [13] [37] [39]

Literaturquellen Hering: Norwegischer Frühjahrslaicher

  Autor Jahr Titel Quelle
[4] Marine Stewardship Council (MSC) Fisch und Meeresfrüchte aus zertifiziert nachhaltiger Fischerei msc.org
[13] Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) Homepage ble.de
[14] Fisch-Informationszentrum e.V. (FIZ) Fisch-Informationszentrum e.V. Homepage fischinfo.de
[20] Røttingen I 2003 The agreed recovery plan in the management of Norwegian spring-spawning herring ICES CM 2003/U:01
[22] Sissener EH, Bjoerndal,T 2005 Climate change and the migratory pattern for Norwegian spring-spawning herring; implications for management Marine Policy 29:299-309
[23] Misund O, Vilhjalmsson H, Jakupsstovu S, Röttingen I, Belikov S, Asthorsson O, Blindheim J, Jonsson J, Krysov A, Malmberg S, Sveinbjornsson S 1998 Distribution, migration and abundance of Norwegian spring spawning herring in relation to the temperature and zooplankton biomass in the Norwegian Sea as recorded by coordinated surveys in Spring and Summer 1996 Sarsia 83:117-127
[36] Dragesund O, Hamre J, Ulltang Ø 1980 Biology and population dynamics of the norwegian spring-spawning herring Rapp. P.-v.Reun.Cons. int. Explor. Mer 177:43-71
[37] Havforskningsinstituttet, Norwegen Online Portal des Havforskningsinstituttet (Institut für Meeresforschung), Norwegen imr.no
[38] Toresen R 1991 Predation on the eggs of Norwegian spring-spawning herring (Clupea harengus L.) on a spawning ground on the west coast of Norway ICES Journal of Marine Science 48:15 21
[39] Fischereiverwaltung, Norwegen Online Portal des Fiskeridirektoratet (Fischereiverwaltung), Norwegen fiskeridir.no
[40] Johansen AC 1919 On the large spring-spawning sea herring (Clupea harengus) in the north-west european waters Meddelelser Fra Kommissionen For Havundersögelser. Serie Fiskeri 5:1-56
[301] Directorate of fisheries, Norwegen Regulations relating to seawater fisheries fiskeridir.no
[557] Tenningen M, Vold A, Olsen RE 2012 The response of herring to high crowding densities in purse-seines: survival and stress reaction ICES Journal of Marine Science, 69(8), 1523–1531
[558] Kelleher K 2005 Discards in the world's marine fisheries: An update FAO fisheries technical paper 470, Rome, 154 pp
[678] Europäische Union (EU) 2013 Durchführungsverordnung (EU) Nr. 793/2013 der Kommission vom 20. August 2013 mit Maßnahmen gegenüber den Färöern zur Erhaltung des atlanto-skandischen Heringsbestands Text von Bedeutung für den EWR europa.eu
[783] Europäische Union (EU) 2014 Durchführungsverordnung (EU) Nr. 896/2014 der Kommission vom 18. August 2014 zur Aufhebung der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 793/2013 mit Maßnahmen gegenüber den Färöern zur Erhaltung des atlanto-skandischen Heringsbestands. europa.eu
[796] North East Atlantic Fisheries Commission (NEAFC) North East Atlantic Fisheries Commission
Managing Fisheries in the North East Atlantic. Current Management Measures
neafc.org
[1023] ICES 2017 ICES Advice on fishing opportunities, catch, and effort Northeast Atlantic and Arctic Ocean, Herring (Clupea harengus) in subareas 1, 2, and 5, and in divisions 4.a and 14.a, Norwegian spring-spawning herring (the Northeast Atlantic and the Arctic Ocean) ices.dk
[1024] ICES 2017 Report of the Working Group on Widely Distributed Stocks (WGWIDE), 30 August -5 September 2017, ICES Headquarters, Copenhagen, Denmark. ICES CM 2017/ACOM:23. 994 pp. ices.dk